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10.10.2008

Diskussionsabend: Virtuelles Touriseum

Über 50 Museumsmitarbeiter aus ganz Südtirol haben am Freitag, 10. Oktober 2008 auf Schloss Trauttmansdorff über den Einsatz von modernen Medien im Museum diskutiert.
Hausherr Paul Rösch, der Direktor des Touriseums, hat es schon zu Beginn der Diskussion unmissverständlich zum Ausdruck gebracht: „Mir geht es darum, Kultur zu vermitteln, also so vielen Menschen wie möglich die Inhalte, die wir hier im Museum zeigen, nahe zu bringen. Da ist es eigentlich zweitrangig, ob der Besucher direkt ins Museum kommt, oder ob ich ihm die Inhalte im Internet nahe bringen kann.“


Gemeinsam mit der Firma 3D-Pixel hat das Landesmuseum für Touriseum am Computer einen Rundgang durch das Museum verwirklicht, der seit Freitag auf www.touriseum.it online ist. Der Großteil der Ausstellungsräume sowie das Südtirol-Spiel können in den verschiedensten Perspektiven aus 360 Grad betrachtet und die Spezialeffekte an den verschiedenen Stationen nachgespielt werden. Virtuelle Museumsrundgänge gibt es bereits einige, doch zumeist wird nur ein ganz kleiner Bereich des Museums gezeigt oder die Objekte im Museum eignen sich nicht dazu, multimedial präsentiert zu werden. Da das Touriseum ein so genanntes Erlebnismuseum ist, das den Besucher mit vielen Interaktionsmöglichkeiten und Spezialeffekten überrascht, kann auch im Internet die ganze Palette der multimedialen Technik ausgeschöpft werden.

In der Diskussion unter den anwesenden Museumsfachleuten haben sich bald zwei Standpunkte herauskristallisiert: Nämlich jener, dass der virtuelle Rundgang eine interessante, allerdings relative teure Marketingmaßnahme unter vielen sei und jener, dass das Internet das ideale Medium sei, um neue Zielgruppen für meine Inhalte zu sensibilisieren und dass dadurch bereits wichtige kulturelle Vermittlungsarbeit geleistet wird.

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